Biwi Rehm ist zum Herrn heimgegangen, er legte seine Gitarre zur Seite und begab sich zur letzten Ruhe.

 


Die Nachricht, dass Biwi Rehm nach kurzer Krankheit verstorben ist, löste in der Oberländer Trachtenvereinigung eine große Trauer aus. Mit ihm ist die Oberländer Trachtenvereinigung ärmer geworden, denn der Biwi war im Gau eine Institution, der als Gausängerwart hervorragendes geleistet. 25 Jahre war er im Gau der Mann, der Gesang und Musik im Gau leitete und hervorragende Gausingen durchgeführt und moderiert hat. Auch die Jugend hat er zum Musizieren und Singen angehalten und auch außerordentliche Gaujugendsingen durchgeführt.

Mit seinem Bruder Waggi (Adolf) war er ein „Zwoagsang“, die mit großer Energie als Gebrüder Rehm den Gesang und die Musik mit der heimatlichen Note und vorgetragen haben. Viele Auftritte hatten sie, als Politiker aus aller Welt, Deutschland und Bayern besuchten und sie mit ihrem Gesang das bayerische Brauchtum vorgetragen haben. Auch beim Heiligen Vater, Papst Johannes Paul II machte er in Rom seine Aufwartung. Auch mit seiner Frau Marille bildete er ein Gesangsduo, wo sie mit vielen lustigen „Gschtanzln“ aufwarteten und die Zuhörer begeisterten.

43 Jahre war Kreisheimatpfleger für Volksmusik und Brauchtum im Landkreis Ga.-Pa., er war auch eine Förderer von Volksmusik und Brauchtum im ganzen Oberland und hatte auch viele ungezählte Auftritte bei weltlichen und kirchlichen Festen.

Biwi Rehm war auch ein guter Ehemann und Vater, er war Lehrer, Politiker, Volksmusikant, er war, so kann man es sagen, ein Repräsentant Bayerns, er war „leutselig“ und ein gemütlicher Mensch.

25 Jahre war er Gausängerwart und wurde nach seinem Ausscheiden zum Gauehrensängerwart ernannt. Der Gau trauert deswegen sehr stark, denn bei seiner Beerdigung waren aufgrund der Corona - Pandemie nur 19 Personen zugelassen und es war kein Nachruf möglich. Aber die vielen Kränze und Blumen zeigten, dass er im Leben ein großer Kämpfer für Gesang Heimat und Brauchtum war. Jeder Kranz und jede Blumenschale könnten berichten, was er im Leben bei den vielen Auftritten vorgetragen und geleistet hat. Keine Danke- und Abschiedsworte von Seite des Gaues konnten an seinem Grabe vorgetragen werden, aber alle Sänger und Musikanten wissen, dass mit dem Biwi eine große Persönlichkeit zum ewigen Herrn gekehrt ist.


Liaba Biwi, es werd dir vagunt sei, im ewigen Leben bei de Engel und Musikanten ein Halleluja zu singa und ah bisserl zu Musizieren.


Hans Jais

(Gaupressewart)